PM : Bergwerksunglück in der Türkei – Soma

 

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Mögen die Opfer des Bergwerksunglücks in der Türkei in Frieden ruhen

Mit Empörung ist zu beobachten, dass durch das Bergwerksunglück in der türkischen Stadt Soma über 200 Bergarbeiter um ihr Leben kamen und noch viele hunderte Bergarbeiter auf Rettung warten. Viele Arbeiter bemängelten bereits vor der Explosion die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bergwerk und auch die oppositionelle CHP scheiterte vor wenigen Wochen daran, die Zwischenfälle in dem Bergwerk in Soma untersuchen zu lassen. Aufgrund der Mehrzahl der Angehörigen der Regierungspartei AKP, die im Parlament vertreten sind, wurde dieser Thematik keine große Rolle beigemessen. Es liegt auf der Hand, dass die Regierung von Erdogan, den Interessen von Großkonzernen freien Lauf lässt, indem sie die Sicherheitsvorkehrungen bei privatisierten Firmen ignoriert. Besonders zynisch sind auch die Aussagen des Premierministers Recep Tayyip Erdogan, der Unglücke in Bergwerken als das Schicksal von Bergarbeitern bezeichnete. Es ist ebenfalls kein Geheimnis, dass Erdogan immer wieder versucht, Armut und Leid religiös zu legitimieren, um eben für seine neoliberale Wirtschaftspolitik die Zustimmung in der Bevölkerung zu sichern. Insbesondere in einem Land wie der Türkei, wo die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß ist und Arbeitsunfälle zum Alltag gehören, versuchen die Politiker die Bevölkerung mit religiös-motivierten Parolen für sich zu gewinnen. Es ist sehr problematisch, dass im 21. Jahrhundert keine vernünftigen Sicherheitsvorkehrungen herrschen.

Deswegen fordert der Bund der Alevitischen Studieren in Deutschland (BDAS) dazu auf, weltweit für Sicherheit am Arbeitsplatz zu sorgen. Darüber hinaus verurteilt der BDAS die zynische Herangehensweise Erdogans mit dem Leid von Menschen und seiner Instrumentalisierung der Religion für machtpolitische Zwecke.

Tief bedrückt möchten wir den Angehörigen der Verstorbenen unser aufrichtiges Beileid ausdrücken!

- Bund der Alevitischen Studierenden in Deutschland - 

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